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Geschichtlicher Hintergrund

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Details

St. Christophorus in Delmenhorst

Ein kurzer geschichtlicher Hintergrund

Die Industrialisierung veränderte in Delmenhorst nicht nur das alltägliche Leben der Einwohner sondern brachte auch einen religiösen Neuanfang.

Etwa im Jahr 1850 zog zunächst die Zigarrenindustrie katholische Arbeiter aus Goldenstedt, Landkreis Vechta, nach Delmenhorst. Obwohl zahlenmäßig noch gering, erreichten sie, dass Delmenhorst 1879 eine kleine Kapelle erhielt, das erste katholische Gotteshaus nach der Reformation.

In den folgenden Jahren wurde die Eisenbahnstrecke Bremen - Delmenhorst - Oldenburg - Wilhelmshaven gebaut.

1871 siedelte sich die Hanseatische Jute-Spinnerei und Weberei an, 1882 die Linoleumwerke, 1884 die Wolle.

Die Industriearbeiter waren mehrheitlich Katholiken aus Schlesien, Oberschlesien, dem Eichsfeld, Polen, Böhmen und Galizien, die Wert auf die Ausübung ihres Glaubens legten.

Die Kapelle wurde sehr schnell zu klein. Nach mehrmaligem Umbau entschloss man sich zum Bau der großen St. Marienkirche.

Im Jahr 1937 gab es in Delmenhorst 6000 Katholiken. Der Bau einer weiteren Kirche wurde geplant. Sie sollte im Stadtteil Düsternort stehen. Früher war dieses Gebiet ein mooriges und unbesiedeltes Heideland, inzwischen aber eine kleine Stadtrandsiedlung mit neuerbauten Häusern, einer Schule mit acht Klassen und der Stadionsportanlage.

Pfarrer Gottfried Plump von St. Marien hatte trotz einiger Schwierigkeiten für 10 000 Reichsmark ein Grundstück von ca. 10 000 qm kaufen können. Die Hitlerzeit und der Krieg verhinderten aber den Bau der Kirche.

14 Jahre später wurde der Plan wieder aufgegriffen. Inzwischen war sehr viel geschehen.

Der 2. Weltkrieg war verloren und so kamen im Jahr 1946 15 000 Vertriebene und Flüchtlinge aus Ostdeutschland nach Delmenhorst und Umgebung. Ein erheblicher Teil von ihnen bekannte sich zum katholischen Glauben. Ihnen wollte man eine neue kirchliche Heimat geben.

Insgesamt 13 500 Katholiken gehörten 1950 zur flächenmäßig riesigen Delmenhorster Mariengemeinde.

Probst Wilhelm Niermann, Nachfolger von Pfarrer Plump, begann einen neuen kirchlichen Mittelpunkt zu schaffen mit Kirche, Pfarrhaus, kleinem Schwesternkonvent und einer Kindertagesstätte. Tatkräftig unterstützt wurde er dabei von seinem Kaplan Heinrich Huslage.

Obwohl die Flüchtlinge und Vertriebenen selbst arm waren, wurde in einer großen Sammelaktion durch die Spenden der Gläubigen ein finanzieller Grundstock geschaffen. Helfer versuchten Bausteine zu 1,00 DM oder 2,00 DM zu verkaufen. Darüber hinaus waren noch viele Bittgänge der Geistlichen in der Stadt und im Oldenburger Münsterland erforderlich.

Neben Geld spendeten z. B. Südoldenburger Bauern das gesamte Bauholz für die Gebäude, der Delmenhorster Kegelklub bezahlte die Kirchenbänke. Diese wurden von Jugendlichen angefertigt, die im Jugenddorf Adelheide das Tischlerhandwerk erlernen wollten. Es waren Jugendliche, die durch Flucht und Vertreibung die Eltern verloren hatten. Auch die Elektriker- und Malerarbeiten wurden vom Jugendhof preisgünstig ausgeführt.

Sehr viel Eigenleistung musste erbracht werden. Es gab keine Maschinen, die Arbeit war schwer. Aber man hatte ein Ziel. Auch Rentner und ganze Jugendgruppen halfen mit.

Manchmal nicht ganz freiwillig, wie einige Geschichten erzählen. So sollen junge Männer, die zur Beichte gingen, als Buße einige Stunden Arbeit bei den Erdarbeiten der Christophorus-Kirche "aufgebrummt" bekommen haben. bild1Als die Gebäude nach gut 1jähriger Bauzeit fertig waren, hatten die Gemeindemitglieder neben Geldspenden 14 000 Arbeitsstunden geleistet.

Die Kirche kostete damals 280 000,00 DM.

Am 20.12.1952 wurde sie eingeweiht, die Kindertagesstätte öffnete Anfang des Jahres 1953.

Christophorus war zuerst ein von St. Marien abhängiges Pfarrektorat, wurde aber 1963 eine eigenständige Pfarrei.

1966 wurden das Pfarr- und Jugendheim und die Bücherei gebaut. Bis dahin standen die Räume der Kindertagesstätte für Gruppen und für eine kleine Bücherei zur Verfügung. Zunächst sah es so aus als gäbe es nun Platz in Fülle, doch schon 1979 musste das Heim und 1986 auch die Bücherei erweitert werden.

1973/1974 wurden die Gläubigen erneut zur Mithilfe und zur finanziellen Hilfe aufgerufen.

29 Altenwohnungen wurden in unmittelbarer Nähe der Kirche gebaut.

   

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